Marketingbegriff im Kontext

Kohortenanalyse

Kurz gesagt: Die Kohortenanalyse verfolgt das Verhalten von Kundengruppen, die ein Ereignis oder Merkmal gemeinsam haben, etwa den Monat ihrer ersten Bestellung, ein Produkt oder eine Akquisitionsquelle.

Wie ich die Kohortenanalyse in der Praxis nutze

In der Praxis nutze ich die Kohortenanalyse nicht als eine weitere Zahl in einer Präsentation. Zuerst entscheide ich, welche Entscheidung sie präzisieren soll, welche Daten oder Beobachtungen sie stützen und wer auf das Ergebnis reagiert. Ich definiere Ausgangspunkt, Zeitraum und Ergebnis für jede Gruppe einheitlich und vergleiche Bindung, Marge oder Aktivierung im gleichen Kohortenalter. Außerdem dokumentiere ich den Ausgangswert, das Messdatum und die Grenzen der Interpretation. So lässt sich eine echte Verbesserung von einer Veränderung des Tools, der Stichprobe oder der Fragestellung unterscheiden.

Worauf Sie achten sollten

Das größte Risiko ist scheinbare Präzision. Kohorten mit wenigen Fällen können dramatisch wirken, und eine veränderte Kundenzusammensetzung wird leicht mit einer Produktveränderung verwechselt. Deshalb vergleiche ich das Ergebnis über die Zeit, anhand einer stabilen Stichprobe und im kommerziellen Kontext. Führt der Begriff nicht zu einem konkreten nächsten Schritt, ist keine Analyse entstanden, sondern nur ein weiteres Etikett.

Fragen für Entscheidungen

  • Was bestimmt genau die Zugehörigkeit zu einer Kohorte?
  • Vergleichen wir Gruppen im gleichen Alter?
  • Ist die Stichprobe groß genug?
  • Welche Prozessveränderung erklärt den Unterschied?

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